Mit dem Vorgängerschiff bereisten wir viele südlichen Länder. Dort tankt man oft schutzigen Diesel. Oft ist er bereits mit Wasser und Bakterien verseucht. Dort hat uns das selbst gebaute fuel polishing gute Dienste geleistet. Man kann diese Systeme auch fertig kaufen.
In den nördlichen Breitengraden ist das Problem weniger gross. auf unserem Flussschiff COPAIN haben wir kein fuel polishing. die folgenden Massnahmen halten wir jedoch konsequent ein:
- Der grosse Vorfilter mit Schauglas wir jeden Tag vor Törnbeginn kontrolliert.
- Am Boden vom Dieseltank haben wir Ablassstutzen. Da wird im Winterlager Wasser und Schmutz abgelassen.
- Wir fügen bei jedem Tanken GROTAMAR 82 zu
- Wenn das Schiff längere Zeit steht sind die Tanks immer randvoll
"Give that diesel engine clean fuel and she'll run forever"
sagt R. P. Beebe und er muss es wissen. Er hat mit der PASSAGEMAKER, einem 46' Motorboot mit einem Motor, die Welt umrundet.
Aber gerade die Sauberkeit des Dieselkraftstoffes ist ein echtes Problem. Oft müssen wir ab kleinen Tankwagen tanken. Dann ist die Qualität sehr fraglich. Schmutz, Schlamm und Wasser werden da "mitverkauft". Das Hauptproblem ist das Wasser. Im Schiffstank können sich Bakterien bilden und es wachsen "Dieselalgen". Diese glibberige Masse verstopft die Filter, Förder- und Einspritzpumpen. Dann geht gar nichts mehr und eine grössere Reparatur steht an. Die Tanks müssen total leergepumpt und gereinigt werden. Zudem muss das gesamte Kraftstoffsystem gereinigt werden. Eine sehr aufwändige Arbeit. Unter Umständen muss die Einspritzpumpe zur Revision.
Um das zu verhindern haben wir folgende Vorkehrungen getroffen:
Das Fuel-Polishing.
Die Idee ist recht einfach. Man pumpt den Kraftstoff durch eine separate Filteranlage. Dies macht man in regelmässigen, kurzen Abständen. So hat man Gewähr, dass der gesamte Tankinhalt laufend gereinigt wird.
In beiden Tanks gibt es eine Saugleitung, welche am tiefsten Punkt ansaugt. Dort wird sich das Wasser und der Schmutz ansammeln. Ein Zweiwegventil regelt, welcher Tank gereinigt werden soll. Eine Förderpumpe pumpt den Diesel durch einen Fuelconditioner. Das ist ein Magnetfeld, welches die Bakterien vernichten soll. Dann geht es weiter durch einen Filter. Hier benützen wir denselben Filtertyp wie im Kraftstoffsystem der Maschine. Über ein Zweiwegventil wird gesteuert zu welchem Tank der Kraftstoff fliessen soll. Bei der Kraftstoffpumpe muss man darauf achten, dass die Fördermenge nicht über der maximalen Rate des Fliters liegt. Beim RACOR 500 sind das 60 US Gal oder 227 Lit/Std.